Die DIN Norm wird z.Z. überarbeitet. Die Neuerscheinung mit Änderungen in den hier veröffentlichen Abschnitten ist für Januar 2010 angekündigt.
Aufmerksamkeitsfelder, Niveauwechsel
Im Verlauf von Gehflächen Hinweis auf:
- Niveauwechsel im Gehweg (Rampen mit mehr als 6%
Längsneigung und Treppen),
- Anfang und Ende von Leitstreifen, wenn keine
Auffangstreifen angeschlossen sind,
- Verzweigungen von Leitstreifen,
- seitlich gelegene Haltestellen,
- beschrankte und unbeschrankte Bahnübergänge,
- Informationselemente für Blinde und Sehbehinderte
Einsatz bei
- Fußgängerfurten und -überwegen,
- Fahrtreppen und Aufzügen,
- Straßenbahn- und Bushaltestellen zum Auffinden des
Einstieges
Aufmerksamkeitsfelder auf Bahnsteigen sind sparsam zu verwenden.
Aufmerksamkeitsfelder müssen in der Regel eine Tiefe von mindestens 900 mm (bei Ausführung in Metall, schwingend, mindestens 750 mm) haben und vor Treppen und Rampen mit mehr als 6% Längsneigung, an Fußgängerüberwegen, Bahnübergängen und Haltestellen über die gesamte Gehspurbreite der Zugangsanlage reichen.
Führen Leitstreifen zu einem Aufmerksamkeitsfeld, z. B. bei Verzweigungen, ist ein Quadrat von 900 mm Kantenlänge ausreichend. Die Leitstreifen führen in der Regel mittig auf eine Seite des Aufmerksamkeitsfeldes zu und Zweigen von diesem möglichst nur rechtwinklig ab. Diese Aufmerksamkeitsfelder bei Verzweigungen sollten, um Irritationen zu vermeiden, eine andere Oberflächenstruktur aufweisen.
Niveauwechsel
Aufmerksamkeitsfelder bei Treppen und Rampen > 6% von Bodenflächen rechtzeitig vor der Niveauänderung
Abbildung: Optimale Treppenmarkierung
Aufmerksamkeitsfelder: Breite der Treppe oder Rampe.
250 bis 300 mm vom Niveauwechsel entfernt anzuordnen (bei Treppen wird oben
die Tiefe der Antrittstufe nicht zu den (250 bis 300) mm gerechnet).
Zur Erzielung eines ausreichend hohen taktilen sowie optischen Kontrastes
sind die Aufmerksamkeitsfelder gegebenenfalls mit Begleitstreifen
einzufassen.
Tiefe von mindestens 900 mm (bei Ausführung in Metall, schwingend,
mindestens 750 mm) haben. Wenn kein ausreichender Stauraum zur Verfügung steht,
reichen in Ausnahmefällen 600 mm.
Für die Ausführung von Treppen wird auf DIN 18024-1 und -2 verwiesen.
Führt ein Leitstreifen zu einem Personenaufzug, kann dieser ohne
Aufmerksamkeitsfeld vor dem Anforderungstaster enden.
DIN 18030E - Aufmerksamkeitsfeld:
durch Bodenindikatoren definierte Fläche, die z. B. auf Verzweigungen von Leitstreifen, Niveauwechsel sowie Fußgängerüberwege, Haltestellen, Bahnübergänge und Informationselemente aufmerksam machen.
Taktile Orientierungshilfen müssen sich vom Umfeld deutlich unterscheiden, z. B. durch Form, Material, Härte
und Oberflächenrauigkeit, so dass sie sicher mit Fingern oder dem Langstock und dem Schuhwerk ertastet
werden können.
Vor Gefahrenstellen, Hindernissen und Richtungsänderungen müssen Bodenindikatoren rechtzeitig einen
Warn- oder Aufmerksamkeitshinweis geben (siehe DIN 32984). Gefahrenstellen und Hindernisse, auch vorübergehende,
z.B. Baustellen, sind durch ertastbare Absperrungen zu kennzeichnen. Bodenindikatoren sind
in durchlaufenden Streifen oder punktuell als rechteckige Felder zu verlegen.
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